Lochplatte zum Polyphon Foto: Holger Ellgaard. 2005

Bernd Kirchhof kann kein Japanisch

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Bernd Kirchhof, M.A. kann kein Japanisch. Das ist auch nicht so schlimm, denn ich habe Germanistik an der Universität studiert. Ebenso kann ich eine nach-universitäre Weiterbildung als Online-Redakteur nachweisen.“ Der Solinger studierte an der Bergischen Universität in Wuppertal Neuere Deutsche Literaturgeschichte als Hauptfach bei zahlreichen namhaften Professoren. …

Bernd Kirchhof, M.A. kann kein Japanisch. „Das ist auch nicht so schlimm, denn ich habe Germanistik an der Universität studiert. Ebenso kann ich eine nach-universitäre Weiterbildung als Online-Redakteur nachweisen.“ Der Solinger studierte an der Bergischen Universität in Wuppertal Neuere Deutsche Literaturgeschichte als Hauptfach bei zahlreichen namhaften Professoren. „Die Uni in Wuppertal – die wie eine mittelalterliche Burg über der Stadt thront – hat in der Germanistik einen sehr guten Ruf.“ Bernd Kirchhof hat noch nach der alten Magisterverordnung studiert. Sein akademischer Abschluss ist demnach ein sogenannter „Magister Artium“ oder kurz „M.A.“. Neben seinem Hauptfach studierte er außerdem die beiden Nebenfächer Mediävistik und Allgemeine Literaturwissenschaft. „Die mittelalterliche Literatur mit all ihren zahlreichen Facetten fasziniert mich sehr. Die beiden alten Sprachen Althochdeutsch und Mittelhochdeutsch lassen mich in eine fremde exotische Welt abtauchen. Eigentlich fehlt nur noch eine originale Ritterrüstung und eine richtige Burg zum Anfassen. Schloss Burg in Solingen ist da nicht die Richtige, denn diese wurde erst im 19. Jahrhundert neu aufgebaut“, präzisiert der Germanist aus der Klingenstadt. In dem Fach Allgemeine Literaturwissenschaft beschäftigte sich Bernd Kirchhof mit der Erzähltheorie und anderen literaturwissenschaftlichen Fragestellungen. Den Magisterabschluss erwarb er im Sommer 2008. Das Thema der Magisterarbeit beschäftigte sich mit der Barockliteratur, die oft sehr schwülstig und für den heutigen Geschmack überladen daherkommt. „Ich analysierte in der Magisterarbeit eine derbe Mundartdichtung aus Wien des 17. Jahrhunderts, die ich Wort für Wort bzw. Satz für Satz übersetzen musste, da dieser Dialekt für den heutigen Hörer oder Leser nicht zu verstehen ist.“

Der Germanist ist jedoch nicht weltfremd oder altmodisch. Nein, er ist sogar das Gegenteil! Wegen seiner großen Internet-Affinität absolvierte er im Jahr 2010 eine Weiterbildung zum Online-Redakteur am anerkannten mibeg-Institut Medien in Köln. „Dort lernte ich den professionellen Umgang mit Content- Management-Systemen wie Typo3 oder WordPress, die Internetsprache HTML und wie man für „Google“ die richtigen Texte schreibt.“. Als Online-Redakteur kann er sein in der Universität gelerntes Wissen mit der heute aktuellsten Technologie verbinden und ansprechende Texte für das Netz schreiben. Zusätzlich zu seiner Weiterbildung zum Online-Redakteur besuchte er die Fortbildung für den sogenannten „Europäischen Computerführerschein“, kurz ECDL. Denn man lernt bekanntlich nie aus. Als Online-Redakteur ist Bernd Kirchhof immer auf dem neuesten Stand. An der Suchmaschine Google kommt im Job heute niemand mehr vorbei. Diese ändert ständig ihren Algorithmus, der Tag für Tag komplexer wird. Herr Kirchhof arbeitete bereits als Texter bzw. als Online-Redakteur und möchte seinen Erfahrungsschatz gerne in neue Projekte und Aufgaben einfließen lassen. Ich kann mich sehr schnell in neue Themen einarbeiten. Ich schrieb unter anderem für einen Verein für Verbraucherschutz, als sogenannter „juristischer Laie“, Suchmaschinen-optimierte Texte zum Thema Filesharing-Abmahnung.“

Neben seiner Internet-Affinität ist Bernd Kirchhof ein vielseitig interessierter Mensch. So ist er ein leidenschaftlicher Kino- und Filmfan. „Da gibt es wie in Romanen oder in Kurzgeschichten eine immer komplexe Erzählstruktur, um nur ein verbindendes Element zwischen der Germanistik und der Filmwissenschaft zu nennen. Ganz gleich, ob es Sergei Bondartschuks achtstündiges Epos „Krieg und Frieden“ aus der Sowjetzeit oder Roland Emmerichs Shakespeare-Film „Anonymus“ ist. Die Erzählstruktur im Spielfilm ist immer als ein nicht zu übersehender Punkt zu benennen. Das gilt selbstverständlich auch für B-Movies oder Filme mit einem weniger hohen künstlerischen Anspruch.“ Als Heimkino-Enthusiast sind für ihn auch die neuen Begriffe wie 4K, Ultra High Definition oder Dolby Atmos selbstverständlich keine Fremdwörter mehr.

Der Solinger ist schon viel in der Welt herum gekommen. „Meine Reiseziele führten mich nach Brasilien, Florida, in die Karibik und Mexiko. Neben Marokko, Ägypten und Tunesien auch in fast alle europäischen Länder. Ich bin sehr interessiert fremde Kulturen und Menschen kennenzulernen.“ Sein größter Traum ist allerdings einmal nach Japan zu reisen. „Dazu müsste ich aber Japanisch lernen. Schon wegen den exotischen Schriftzeichen ist das Lernen dieser Sprache sicherlich eine weitere Bereicherung für mich.“

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